Bauliche und rechtliche Rahmenbedingungen zum Einbau eines Treppenlifts

Mit einem Treppenlift von thyssenkrupp stellt die Treppe im eigenen Zuhause oder in einem Miethaus keine Barriere mehr dar. Wichtig ist, dass Sie im Vorfeld ein paar Fakten klären. Denn neben bauaufsichtlichen Anforderungen gibt es auch explizite Vorschriften zur Treppenliftinstallation bei Miet- und Eigentumswohnungen.

Kann ein Treppenlift problemlos an jeder Treppe eingebaut werden?

Treppenlifte von thyssenkrupp können problemlos an die individuellen Anforderungen in Ihrem Zuhause angepasst werden. Unsere Lifte werden auf Maß gefertigt und daher explizit an Ihre Treppenform und Treppenlänge angepasst. Ein Umbau bei Ihnen vor Ort fällt nicht an.

Der Gesetzgeber definiert aber klare gesetzliche Bestimmungen für das notwendige Maß von Treppen, an denen ein Treppenlift installiert werden darf, die in den Bauordnungen der Länder und der technischen Baubestimmung DIN 18065 geregelt sind.

Wie breit muss eine Treppe für einen Treppenlift sein?

Im Bauwesen regelt die Norm DIN 18065 alles rund um die Treppe. Regeln zum Thema Brandschutz, zu den Maßen für die Stufen, der Laufbreite der Treppe sowie zu Podestgrößen werden hier festgehalten. Diese Anforderungen können abhängig davon, ob es sich um eine Treppe für ein Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhause handelt, abweichen.

Treppen in Wohnhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten dürfen z. B. schmaler sein als bei öffentlichen Gebäuden. In Ein- bzw. Zweifamilienhäusern genügt eine Laufbreite der Treppe von 80 cm.

Bei Häusern mit mehr als zwei Wohnungen muss die Breite von Treppen und Treppenabsätzen mindestens einen Meter betragen. So ist sichergestellt, dass eine Treppe als Rettungsweg und Fluchtweg nutzbar ist. Durch den Einbau eines Treppenlifts dürfen die Funktion der Treppe als Teil des Rettungswegs und die Verkehrssicherheit der Treppe grundsätzlich nicht beeinträchtigt werden. Zudem sollte der Handlauf weiterhin genutzt werden und der Lift sollte bei Nichtnutzung in die Parkposition geklappt werden können.

Vorschriften zum Einbau aus brandschutzrechtlicher Sicht: Was sollte beim Einbau eines Treppenlifts in einem Mehrfamilienhaus beachtet werden?

Diese Regelungen gelten für Wohngebäude mit mehr als 2 Nutzungseinheiten. Hier muss beachtet werden:

  • Die Mindestlaufbreite der Treppe von 100 cm darf durch die Führungskonstruktion nicht wesentlich unterschritten werden. Ein Handlauf muss genutzt werden können.
  • Im Falle einer Wohneigentumsgemeinschaft: Vor der Installation eines Treppenliftes muss zunächst eine Eigentümerversammlung einberufen werden. Nur wenn der Einbau mehrheitlich beschlossen wird, ist dieser rechtens. Sollte die Installation trotz eines fehlenden Beschlusses durchgeführt werden, hat die Wohnungseigentümergemeinschaft, aber auch jeder einzelne Wohnungseigentümer das Recht, die Beseitigung zu verlangen.
  • Bei einer Mietimmobilie: Sowohl beim Ein-, als auch beim Mehrfamilienhaus muss das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden. Der Vermieter darf den Einbau eines Treppenlifts in einem Mehrfamilienhaus allerdings nicht verweigern, wenn ein Mieter aus körperlichen Gründen seine Wohnung über das Treppenhaus nicht mehr erreichen kann. Der Vermieter kann dies nur untersagen, wenn der Einbau die Sicherheit der anderen Bewohner auf der Treppe gefährdet. Die Kosten muss der Mieter allerdings selbst tragen.

Sie möchten wissen, ob Sie auf Ihrer Treppe einen Treppenlift einbauen können? Hier geht es zum Kontaktformular. Wir beraten Sie kostenlos.

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